Berlins und Brandenburgs jüngste Chefärztin startet in der Brandenburgklinik

Berlins und Brandenburgs jüngste Chefärztin startet in der Brandenburgklinik

Jung, motiviert und visionär: Dr. Behnoush Behnia ist mit 35 Jahren eine der jüngsten Chefärztinnen in Berlin und Brandenburg. Im April hat sie die chefärztliche Leitung der Abteilung für psychosomatische Rehabilitation in der Brandenburgklinik übernommen.

„Mit Dr. Behnia haben wir eine dynamische und kompetente Chefärztin gewonnen, die unser Angebot in der psychosomatischen Medizin weiter ausbauen wird. Sie hat uns von Beginn an mit frischen Ideen und Visionen, gleichzeitig mit tiefgreifender Fachkompetenz überzeugt“, sagt Klinikgeschäftsführer Kai-Uwe Michels.

Dr. Behnoush Behnia möchte mit dem Angebot der Rehabilitation eine Lücke schließen, die durch die kürzeren Verweildauern in Akutkliniken in der Versorgung von Patientinnen und Patienten entstanden ist. „Durch die psychosomatische Rehabilitation schaffen wir die Möglichkeit, Menschen schneller und konzentrierter zu helfen und wieder ins Arbeitsleben zu integrieren“, sagt die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Als Chefärztin freue sie sich auf die Verantwortung und die Handlungsspielräume, um neue Methoden in der Rehabilitation voranzutreiben und letztlich ein umfassendes Angebot für Patienten anbieten zu können. So möchte die Chefärztin den Schwerpunkt Traumatherapie etablieren: „Es gibt sehr viele Patientinnen und Patienten, die mit einer posttraumatischen Belastungsstörung nicht behandelt werden. Die Wartelisten für Traumatherapie sind lang. In der Rehabilitation sehe ich das als wichtigen Anknüpfungspunkt, um mit speziellen Angeboten adäquat behandeln zu können.“ Bei der sogenannten PTBS gibt es beispielsweise Flashbacks. Bilder, die real wirken und dafür sorgen, dass Menschen oft nicht oder nur teilbelastbar sind. Oder aber es gibt Albträume, die Schlafstörungen oder Tagesmüdigkeit verursachen.

Neben der Traumatherapie soll es weitere Veränderungen geben. „Geplant ist beispielsweise verhaltenstherapeutische Elemente, die sogenannte dritte Welle, einzubringen. Das sind neue Methoden der Verhaltenstherapie, die individualisiert auf Patientenbedürfnisse eingehen. Sie sind störungsspezifisch, integrativ und es werden auch Elemente anderer Therapierichtungen eingebaut“, sagt Dr. Behnoush Behnia. Auch einen interkulturellen Schwerpunkt verfolge sie. So werde gerade geprüft, ob künftig beispielsweise auch russischsprachige oder türkischsprachige Gruppen und Einzelangebote in der Rehabilitation der Brandenburgklinik zusätzlich fest in den Therapieplan aufgenommen werden.

Dr. Behnoush Behnia hat nach ihrer Facharztausbildung für Psychiatrie und Psychotherapie mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie an der Charité zusätzlich eine Psychotraumatherapieausbildung gemacht, Forschungsprojekte als Wissenschaftlerin und Gastwissenschaftlerin geleitet, als Dozentin u.a. Seminare zum Thema Autismusspektrumsstörungen gegeben oder auch als Oberärztin bei den Vivantes Kliniken zwei Stationen und Tageskliniken mit den Schwerpunkten Angst, Depressionen und Zwangsstörungen betreut und aufgebaut. Berufsbegleitend absolvierte sie darüber hinaus einen Master of Business Administration im Bereich Krankenhausmanagement und nahm unter anderem an einem einjährigen Mentorinnen-Programm für Chefärztinnen teil.

Dass Behnoush Behnia eine der jüngsten Chefärztinnen in Berlin und Brandenburg, vielleicht sogar die jüngste unter ihnen ist, findet die bescheidene Wahl-Berlinerin gar nicht so wichtig. Vielmehr möchte sie auf die sogenannte gläserne Decke in der Medizin aufmerksam machen. „Für Frauen geht es aus nicht klaren Gründen oft nach der Position der Oberärztin nicht weiter. Ich wünsche mir sehr, dass sich viele Medizinerinnen zum Beispiel durch dieses Beispiel bestärkt oder ermutigt fühlen, dran zu bleiben. Jede Frau sollte wissen, dass sie das Potential hat und nicht per se aufgrund des Geschlechts ausgeschlossen ist“, macht Behnia deutlich. Wichtig seien am Ende sachliche und klare Entscheidungen. Die ersten hat sie seit dem 1. April 2021 schon getroffen. Viele weitere werden als Chefärztin folgen.

Pressekontakt: Christin Iffert | presse@michelsgruppe.de

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